Der Wald ist grau. Die Bäume haben ihre Blätter vollständig abgeworfen und gleichmässig über den ganzen Boden verteilt. Trotzdem ist es irgendwie schön. Hier und da blitzt etwas Raureif auf und sonst unscheinbare Moose oder Immergrüne Plänzchen stellen einen erstaunlich intensiven Kontrast dar. Schon nach kurzer Einrollphase steht das Vertrauen in den leicht angefrorenen Boden, der unglaublich griffig ist. Shredden! Ohne Pause, denn sonst wird es kalt!
Etwas weihnachtliche Romantik schleicht sich dann doch ein, als Boris das X-Mas Paket seines Arbeitgebers auspackt: eine dicke Schachtel Plätzchen. Die Teile kommen gut und ersetzen die Mittagspause. Keine Zeit, es wird früh dunkel. Ausserdem gibt es nichts Schlimmeres, als nach einer Pause wieder hinaus in die Kälte zu müssen. Also ziehen wir das durch, bis zur Dämmerung. Scheiss auf den einsetzenden Schnee! Schnee hilft beim Extrem Powersliden! Und eine winddichte Jacke gegen das Erfrieren.
Um 4 geht das Licht aus. Jeder, der erst um 12 aus den Federn kam, ist selber schuld. Wir sind fertig und zufrieden. Ein schöner Tag im Winter.
![]() Immer in Bewegung, dann bleibt es auch warm. Foto: Tim Dalhoff
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jaja...die unpassende Kleidung. Den Spruch kennt jeder Outdoor Sportler. Aber irgendwie stimmt es ja auch. Im Allgemeinen kann man sagen: es gibt keine schlechten Bike Bedingungen. Es gibt nur zu rutschige Reifen, zu undichte Jacken, zu dunkle Lampen und zu kalte Ohren.
Dagegen kann man was unternehmen. Am Ende bleibt nur noch der böse, innere Schweinehund übrig. Der ist verantwortlich für dieses Gefühl, dass einen dazu veranlasst, doch lieber auf der warmen Couch zu bleiben oder lieber mal eine Pause einzulegen. Dann wird es kalt. Und man kann sich sagen: “Boa, heute ist es aber echt ZU kalt!”. Ab nach Hause, Teufelskreis, Winterdepression, dicker Bauch.
![]() Downhilltrains, die Köniogsdisziplin einer jeden Wintersession! Foto: Tim Dalhoff
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Die einzigen Nebenwirkungen dieser Therapie: extrem versiffte Klamotten und erhöhter Pflegeaufwand am Bike. Doch dass stört eigentlich niemanden, der sich einmal aufgerafft hat. Denn, wie durch ein Wunder und bedingt durch körpereigene Glückshormone, pfeifft man plötzlich auf die Couch - Chiao Winterschlaf!







































